Wer im Westmünsterland ein Haus oder ein Grundstück abgeben will, hat im Wesentlichen zwei Wege: über einen Makler an den offenen Markt oder direkt an einen Käufer, der selbst damit weiterarbeitet. Beide sind legitim, und keiner ist für alle Objekte der richtige.
Wir sind Bauträger und damit Partei. Deshalb steht in diesem Vergleich ausdrücklich auch, wann der Makler die bessere Wahl ist.
Der Maklerverkauf
Der Makler bewertet das Objekt, erstellt ein Exposé, inseriert auf den Portalen, führt die Besichtigungen und begleitet bis zum Notartermin. Er erreicht damit alle, die gerade suchen, auch die Familie, die genau dieses Haus sucht und bereit ist, dafür mehr zu zahlen als jeder, der rechnen muss.
Das kostet Provision, in Nordrhein-Westfalen üblicherweise geteilt zwischen Käufer und Verkäufer. Und es kostet Zeit: Vermarktungsdauer, Besichtigungstermine, Verhandlungen, Käufer, deren Finanzierung im letzten Moment kippt.
Passt, wenn: das Objekt gepflegt ist, in guter Lage steht, für Selbstnutzer attraktiv ist und Sie Zeit haben.
Der Direktverkauf an einen Bauträger
Ein Interessent, eine Besichtigung, eine Entscheidung. Der Bauträger prüft das Baurecht selbst, kalkuliert und macht ein Angebot. Kein Exposé, keine Anzeige, keine Provision.
Dafür bekommen Sie keinen Liebhaberpreis. Ein Bauträger kauft, um zu bauen oder zu sanieren, und diese Arbeit muss sich rechnen. Was Sie stattdessen bekommen, ist Tempo, Sicherheit und die Freiheit, nichts herrichten zu müssen.
Passt, wenn: das Objekt Arbeit braucht, das Grundstück mehr wert ist als das Gebäude, mehrere Eigentümer sich einigen müssen, es schnell oder diskret gehen soll, oder es sich um ein Objekt handelt, das Private schwer bewerten können.
Die vier Fragen, die den Ausschlag geben
Wie ist der Zustand? Je mehr Arbeit ein Objekt braucht, desto stärker fällt der Unterschied zugunsten des Direktverkaufs aus. Ein Selbstnutzer zieht von jedem sichtbaren Mangel großzügig ab, ein Bauträger rechnet ihn als Position.
Wo liegt der Wert? Steht ein kleines Haus auf einer großen, gut gelegenen Fläche, wird über den Bodenwert verkauft. Wer das Baurecht liest, bewertet solche Objekte anders als jemand, der nach Wohnfläche rechnet. Mehr dazu unter Was ist mein Grundstück wert.
Wie viel Zeit haben Sie? Eine Vermarktung über Portale läuft über Monate. Wenn ein Haus in dieser Zeit leer steht, kostet das Geld und Substanz.
Wie viele müssen zustimmen? Bei einer Erbengemeinschaft ist ein konkretes Angebot oft der einzige Weg, überhaupt zu einer Entscheidung zu kommen.
Was „ohne Makler“ nicht bedeutet
Ohne Makler heißt nicht ohne Notar. Ein Kaufvertrag über eine Immobilie wird in Deutschland immer notariell beurkundet, und das ist ein Schutz für beide Seiten. Der Notar ist zur Neutralität verpflichtet, er prüft das Grundbuch, belehrt über den Inhalt und wickelt die Eigentumsumschreibung ab.
Ohne Makler heißt auch nicht ohne Prüfung. Wir sehen uns Grundbuch, Baurecht und Substanz genauso genau an, nur eben auf eigene Kosten und ohne Sie damit zu beauftragen.
Was wir Ihnen zusagen und was nicht
Wir sagen zu: eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden, eine kostenfreie Besichtigung durch den Inhaber, eine Prüfung von Baurecht und Substanz auf unsere Kosten und ein schriftliches Angebot, das nachvollziehbar ist.
Wir sagen nicht zu, dass wir den höchsten Preis am Markt zahlen. Wenn wir im Termin sehen, dass Ihr Objekt über einen Makler mehr bringt, sagen wir Ihnen das. Das ist keine Großmut, sondern Rechnung: Wir arbeiten seit über einem Jahrzehnt in denselben Orten, in denen Sie wohnen, und ein Verkäufer, der sich später geärgert hat, erzählt das hier weiter.
Häufige Fragen
Kann ich beides parallel versuchen? Ja. Viele Eigentümer holen zuerst eine Einschätzung von uns ein und entscheiden dann, ob sie zusätzlich inserieren. Das kostet Sie nichts und schafft eine Vergleichsgröße.
Fällt für mich wirklich keine Provision an? Nein. Wir kaufen selbst und für eigene Vorhaben. Es steht niemand dazwischen, der mitverdient.
Was ist mit den Notarkosten? Sie entstehen in jedem Fall. Wer sie trägt, ist Verhandlungssache und wird im Kaufvertrag geregelt. Üblich ist, dass der Käufer sie übernimmt.
Ich bin unsicher, welcher Weg passt. Rufen Sie an und beschreiben Sie das Objekt. Nach zehn Minuten haben Sie eine Richtung, und sie kostet Sie nichts.
Sprechen wir darüber
Eine Einschätzung, bevor Sie sich für einen Weg entscheiden, ist der günstigste Schritt in diesem ganzen Vorgang. Grundstück anbieten oder Haus anbieten.